Jeff Bezos glaubt, dass großartige Führungskräfte nicht mehr Stunden benötigen. Sie brauchen klarere Köpfe und weniger, dafür qualitativ hochwertigere Entscheidungen. Seiner Ansicht nach überwiegen Ruhe und Absicht die Hustle-Kultur auf lange Sicht. In einem Gespräch mit David Rubenstein erklärte Bezos, dass er seine Morgenroutine um Klarheit herum gestaltet. Er wacht ohne Wecker auf, liest, trinkt Kaffee und frühstückt mit seinen Kindern. Mentale Herausforderungen beginnen um 10 Uhr, und er vermeidet große Entscheidungen spät am Tag. Schlaf hat Priorität. Bezos strebt nach acht Stunden, wann immer es möglich ist, weil er dann besser denkt und ruhiger bleibt. Er sagt, dass Top-Führungskräfte dafür bezahlt werden, nur eine Handvoll wichtiger Entscheidungen zu treffen, daher macht Müdigkeit keinen Sinn. Er zitiert oft Warren Buffett als Vorbild. Buffett sagt, er sei zufrieden, wenn er jedes Jahr nur ein paar großartige Entscheidungen trifft. Bezos scherzte, dass er etwa drei gute Entscheidungen pro Tag trifft, aber das Prinzip ist dasselbe. Er erinnerte die Zuhörer auch daran, dass Ergebnisse Jahre nach Beginn der Arbeit sichtbar werden. Wenn Analysten ein starkes Quartal loben, merkt er an, dass es lange vorher geplant wurde. Die heutigen Führungsentscheidungen gestalten die Zukunft, nicht die Gegenwart. Bezos' Philosophie steht im Gegensatz zum unaufhörlichen Grind. Für ihn kommt echte Leistung von Erholung, Nachdenklichkeit und dem Fokus auf das langfristige Ziel.